Spheres: Love and Loss


Spheres: Love and Loss

 

Während Xia und Josef um das Leben der Tochter eines guten Freundes kämpfen, braut sich eine dunkle Bedrohung zusammen, die sie nicht verstehen können.
Dabei kommen sie auch der Antwort auf die Frage näher, was der Ursprung ihrer Fähigkeiten und der Sphäre ist.


Was hat es mit Xias Begegnung mit dem Collector auf sich, die sich in der Vergangenheit zutrug?

 

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Kapitel 2
22. August 2013
Irgendwo in der Schweiz

 

Zwei Ärzte und eine Ärztin befanden sich in dem sterilen Raum und bereiteten sich auf die Operationen vor. Alle drei waren nervös, die Eingriffe würden wieder schwierig werden. Nicht wegen des Lebens der »Patienten«, mit deren unvermeidlichem Tod hatte man sich inzwischen abgefunden, sondern weil es nicht gerade einfach war, die winzig kleinen Sonden aus den Gehirnen der Menschen raus zu bekommen. Inzwischen war man von Vollnarkosen abgekommen. Doch da man ja nicht unnötig grausam sein wollte, gab es eine örtliche Betäubung. Das volle Bewusstsein der Objekte war aber von Nöten. Schwierig war es hingegen, die Objekte ausreichend still und reglos zu halten, damit die schwierige Operation gelingen konnte.
David Miller war zuvor noch da, um sich nach der Lage zu erkundigen. Wie immer ging er aber, bevor die Operationen losgingen.
Diesmal waren es zwei erwachsene Männer und zwei Jugendliche, ein siebzehnjähriger Bursche und sein zwölfjähriger Bruder.
Die Ärztin sagte: »Es werden in letzter Zeit immer mehr Sonden, die sich einnisten, oder bilde ich mir das ein?« Einer der Ärzte antwortete: »Ich denke auch, aber Mr. Miller wird es recht sein. Es gelingt nur selten eine freie Sonde zu ergattern und offensichtlich sind sie für ihn sehr wichtig. Also, mit wem fangen wir an?«
»Fangen wir mit dem Kleinen da an, damit er es hinter sich hat«, sagte die Ärztin.
Einer der Ärzte antwortete lachend: »Da schlägt wohl der Mutterinstinkt durch.«
Die drei Ärzte gingen zum zweiten Operationstisch. Als sie vor längerer Zeit entdeckt hatten, dass es nötig war, ohne Vollnarkose zu arbeiten, brauchte es eine Zeitlang, bis sie ordentliche Methoden entwickelt hatten, die Objekte still und reglos zu halten. Zu Beginn waren die Objekte zwar schon ziemlich gut festgezurrt, das Problem bestand jedoch darin den Kopf zu hundert Prozent zu stabilisieren, da sonst ein genaues Operieren kaum möglich war. Mit der Zeit gelang es aber in die lokale Betäubung auch etwas beizumischen, damit der Kopf nicht mehr bewegt werden konnte. Lediglich Zunge, Mund und Augenpartien konnten ein wenig bewegt werden. Das Problem war dann aber noch, dass mit herkömmlichen Knebeln, sei es mit Klebeband, oder Stofftuch einerseits eine große Ablenkung der Ärzte bestand, da viele Patienten nicht damit aufhörten, zu probieren, zu den Ärzten durchzudringen. Es gab dann Ärzte, die aufgrund von Skrupeln aufhörten.
Miller war es wichtig, die Objekte schmerzfrei zu halten, sie hatten bei dem Eingriff keinerlei Schmerzen. Er legte Wert auf die Feststellung, dass sie keine Sadisten wären. Niemand sollte unnötigen Schmerz haben. Wäre es möglich die Leben der Objekte zu retten, dann würden sie alles Mögliche unternehmen, um das auch zu bewerkstelligen. Aber man hatte nun mal keine Möglichkeit gefunden.
Das andere Problem mit herkömmlichen Knebelmethoden war, dass durch die Schleimbildung die Gefahr der Erstickung gegeben war. So waren einige Objekte vor der Entnahme der Sonde ausgefallen
und die Sonde verließ das Objekt. In den meisten Fällen waren die Sonden dann verloren.
Zum Glück entwickelte ein freier Mitarbeiter eine Spezialvorrichtung. Sie nannten es den »Perfect Silence.« Es sah lediglich aus wie ein Metallstück mit Gummirand. Schnallte man es den Objekten an, absorbierte es jedes Geräusch, es gab also nicht mal gedämpfte Geräusche zu hören, egal welche Anstrengungen das Objekt unternahm. Zum anderen konnte es dennoch auch durch den Mund atmen. So war das Überleben lange genug gesichert.
Die drei Ärzte standen um das Objekt und überlegten die ersten Schritte. »Die Augen sind vor Angst extrem geweitet, können wir nicht ein wenig gegen die Angst spritzen?«, fragte die Ärztin.
Einer der Ärzte verdrehte die Augen. »Reißen sie sich zusammen. Die Vorgehensweise ist bereits optimiert.«
»Ich dachte nur, weil er noch ein Kind ist.«, argumentierte die Ärztin. »Nicht, dass er uns wegen der Panik vorschnell ausfällt.«
»Es ist alles im normalen Bereich. Reißen sie sich zusammen und machen sie ihre Arbeit, oder ein anderer macht es.«
Wie um zu demonstrieren, dass sie ihre Arbeit erledigt, setzte die Ärztin das Skalpell am Kopf des Burschen an.
Plötzlich kippte die Ärztin nach hinten und blieb regungslos am Boden liegen.
Die zwei Ärzte wollten hinlaufen, um zu sehen, was mit ihr los war. Noch auf dem Weg zuckte einer davon zusammen und fiel zu Boden, wo er mit gurgelndem Laut liegenblieb. Der andere Arzt wurde panisch und wollte zum Ausgang. Doch plötzlich stand vor ihm etwas, das er nicht zuordnen konnte.


Angst stieg in ihm auf. Er hörte ein Zischen und spürte, wie ihm die Sinne schwanden.
Die Person schritt durch den Raum. Sie steckte in einer dunklen Rüstung, der Helm erinnerte an eine alte Samurai-Maske. Eine dunkle und verzerrte Stimme sagte: »Ihr braucht keine Angst mehr zu haben, wir sind hier um euch hier rauszuholen.« Er ging zum zweiten Tisch und begann die Fixiervorrichtungen und danach die High-Tech-Knebel zu entfernen. Kaum hatte er Letzteres getan, hörte er das ängstliche Gewimmer des Jungen.
»Schon gut, George, es wird alles wieder gut. Wir lassen nicht zu, dass man dir was tut.«
Verdutzt schaute der Junge ihn an. Noch verdutzter war er, als plötzlich an jedem Tisch jemand stand, der die Fixierungen entfernte. Diese Personen sahen aber anders aus, als der Mann, der ihn losmachte.
Sie sahen aus wie Gladiatoren.
Einer der Gladiatoren wandte sich an die dunkle Gestalt mit der Samurai-Maske: »Noch sind wir unbemerkt. Was machen wir mit den Ärzten?«
»Ich glaube, da weiß ich was Passendes«, antwortete die dunkle Gestalt und konnte sich ein kurzes Lachen nicht verkneifen.
Nachdem sie die Ärzte auf die Tische fixiert hatten und mit den High-Tech-Knebeln lautlos gestellt hatten, ging die Person mit der Samurai-Maske zu einem der Ärzte und fragte: »Wie fühlt sich das an? Würdest mir gerne was sagen, oder? Soll ich auch mal am Gehirn rumschnipseln? Du kannst ja keinen Einspruch dagegen erheben.«
Die Augen des Arztes spiegelten blanke Panik wieder.
»Komm schon, wir müssen weiter.«, rief die Person im Gladiatorenkostüm.
Der Junge erkannte, dass es sich wohl um eine Frau handeln musste. Inzwischen war sein älterer Bruder James bei ihm und drückte ihn zu sich.


Einer der anderen befreiten Männer fragte: »Und jetzt?«
»Jetzt müssen wir kurz warten. Und dann hauen wir ab.«, sagte eine der anderen Personen, die wie ein Gladiator aussah.
»Was wollen die von uns? Wollten die Experimente machen?«, fragte der ältere der beiden Brüder.
»Nein«, sagte die Frau in der Gladiatorenrüstung. »Sie wollten euch was entnehmen. Und ihr wärt dabei gestorben. Nähere Erklärungen gibt es später, dafür reicht die Zeit nicht.«
»Das System ist lahmgelegt«, kam eine Stimme wie aus dem nichts.
»Na dann mal los«, sagte der Kerl in der Samurai-Maske.
»Der Gang ist im Moment sauber«, sagte die Stimme aus dem nichts.
An den älteren der zwei Jugendlichen gewandt sagte der Mann mit der Maske: »James, du passt jetzt gut auf deinen kleinen Bruder auf. Und wir passen auf euch auf.«
Die Zwei waren verdutzt, weil sie ja nie ihre Namen genannt hatten. An die zwei anderen befreiten Männer gewandt sagte er: »Auch ihr bleibt schön in der Mitte.«
Die Gruppe betrat den Gang. Vorne die dunkle Gestalt und 2 der Gladiatorenfrauen. Dann die befreiten Personen, dahinter eine Gladiatorenfrau.
Vorsichtig gingen sie weiter.
»Ok, es nähert sich jemand. Rechts ist frei.«, sagte die Stimme aus dem Nichts.
»Ja, habe es schon gesehen«, grummelte die dunkle Gestalt. Er nahm die zwei Gladiatorenfrauen an der Hand und dann meinten die befreiten Männer, ihren Augen nicht trauen zu können.
Die drei schritten durch die Wand. Unmittelbar darauf kam die dunkle Gestalt mit der Maske zurück und nahm die zwei Brüder an der Hand, um gleich darauf mit ihnen wieder durch die Wand zu verschwinden. Das wiederholte sich, bis alle drüben waren.
»Was seid denn ihr für welche?«, fragte James.
»Wir sind ein Kapitel für sich.«, sagte die Stimme aus dem Nichts.
»Seid ihr so eine Art Superhelden?«, fragte George.
Eine der Gladiatorinnen strich ihm durch das Haar. »Wer weiß.«, sagte sie und der Junge war sich sicher, dass sich hinter der Maske ein Lächeln verbarg.
So arbeitete sich die Gruppe Raum um Raum weiter.
»Achtung, die kriegen das System wieder unter Kontrolle«, sagte die Stimme aus dem Nichts.
»Kein Problem. Ich kann genug sehen, den Rest schaffen wir so.«, antwortete der Mann mit der Sa-murai-Maske.
»Ok, die vier Befreiten ins Eck. Schutzwall bilden«, befahl er.
Die befreiten Männer stellten sich in die hintere Ecke. Der dunkle Mann und die Gladiatorinnen stellten sich rundherum um sie. Eine automatische Tür ging auf. Zehn Männer in Schutzausrüstungen stürmten herein. Die Gruppe schoss mit eigentümlich aussehenden Waffen auf die Angreifer. Wer getroffen wurde, fiel jedoch nicht tot zu Boden, sondern wurde von einer Art Kokon umschlossen. Alles ging so schnell. Die meisten der Angreifer wurden getroffen, ehe sie auch nur zielen konnten. Als die Angreifer allesamt eingewoben am Boden lagen, sagte der Mann mit der Samurai-Maske nur kurz: »Ok, weiter. Bald haben wir es.«
»Wir haben nicht mehr lange. Nur noch fünfzehn Minuten«, gab die Stimme aus dem Nichts zu bedenken.
»Das müsste genügen.«, sagte eine der Gladiatorinnen.
Sie hasteten durch mehrere Räume und durch etliche Wände. Vereinzelt kamen auch einige Angreifer, die aber keine größere Bedrohung darstellten.
Schließlich drangen sie durch eine dicke Wand und standen im Freien.
»Wir werden sicher gleich von oben unter Beschuss genommen.«, merkte der Mann mit der Sa-murai-Maske an.
»Ich bin bereit.«, antwortete eine Gladiatorin, »Aber es ist ein gutes Stück. Wir müssen schnell sein. Rückt zusammen, haltet die Hände und lauft in Richtung Umzäunung.«
Sie liefen los, und während sie liefen, baute sich ein bläulich schimmernder Schirm über der Gruppe auf. Tatsächlich wurden sie von oben massiv beschossen, doch die Kugeln drangen nicht durch.
»Schneller, die Energie ist gleich verbraucht.«, rief sie.
Sie erreichten mit knapper Not den Zaun. Der Schirm flackerte und war verschwunden. Zeitgleich lief die Gruppe durch den Zaun. Nach kurzer Zeit hatten sie die schützenden Bäume erreicht.
»Wir können euch nicht viel weiterhelfen. Von da an müsst ihr euch alleine durchschlagen. Ich gebe euch Kontaktdaten, dort könnt ihr um Hilfe bitten, wenn ihr einen Unterschlupf oder Ähnliches braucht. Aber jetzt müsst ihr erstmal hier weg«, sagte der Mann mit der Maske.
An die zwei erwachsenen Männer gewandt sagte er: »Gebt bitte acht auf die Jungs, bis sie einigermaßen in Sicherheit sind.« Beide nickten.
»Bitte bleibt doch bei uns«, bat George.
»Ich würde sehr gerne. Doch wir können nicht. Aber ich verspreche dir, dass wir uns wiedersehen«, antwortete er ihm, während er ihm die Hand auf die Schulter legte.


Jason Darkstone

Romanautor

 

Geboren wurde ich im Dezember 1975. Bald darauf ging ich aber bei einem Spaziergang verloren und wurde von Wölfen großgezogen. Denen fehlte es aber an den nötigen Nerven, daher brachten sie mich bald zurück.

Schon in meiner Kindheit und Jugend hatte ich eine überschäumende Fantasie und unterhielt Freunde mit meinen Geschichten.
Ich lebe gemeinsam mit meiner Frau in einem kleinen Städtchen in Niederösterreich.
Beruflich bin ich als Gärtner tätig.

Zu schreiben begonnen habe ich schon in meiner Jugendzeit, wenn ich dazwischen auch längere Zeiten der Schreib-Abstinenz hatte.

Vom Genre her bewege ich mich in verschiedenen Gefilden. Besonders wohl fühle ich mich im Bereich der Science-Fiction Fantasy und dem Superheldenroman, wenn ich auch gerne Abstecher Richtung Thriller oder Drama mache.

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