Leseprobe »Spheres: Love and Loss«

 Eine kleine Leseprobe aus meinem Roman »Spheres: Love and Loss«, der zweite Teil der SciFi-Fantasy-Saga:

 

Ich sage dazu, dass nicht alles in diesen Romanen so unter die Haut geht, zumindest nicht in diesem Sinne…

 

 

 

6:30 Uhr
Klara wurde unsanft geweckt.
»He, Prinzessin. Aufstehen, heute ist dein großer Tag. Hier in den Bergen steht man zeitig auf.«
Sollinger schnitt die Kabelbinder an ihren Händen ab und zog sie vom Bett runter, auf dem sie die Nacht verbracht hatte. Sie hatte ohnehin kaum wirklich geschlafen. Er bugsierte sie wieder in den Raum, in dem sie gestern Abend schon war. Ein anderer Mann, den sie vorher noch nicht gesehen hatte, fesselte sie wieder am Stuhl fest.
Sollinger strich ihr durchs Haar. Sie zuckte zusammen.
»Ich würde dir ja Frühstück anbieten, aber mit dem Klebeband über deinem Mund wäre das alles irgendwie schwierig«, sagte er grinsend zu ihr.
Klara war wie benommen, konnte sich kaum konzentrieren und nahm alles wie verschwommen wahr. Ihr Kopf schmerzte, sie hatte furchtbaren Durst und konnte nur schwer atmen. Die Angst war einer lähmenden Lethargie gewichen.
Ein zweiter Stuhl wurde hingestellt und jemand wurde reingebracht. Es war eine junge Frau. Auch sie war gefesselt und mit Klebeband ruhiggestellt. Klara versuchte, unter Anstrengung den Blick scharf zu stellen. Ist das die Frau, die sein Bruder mitnehmen wollte?, durchfuhr sie der Gedanke. Sie war nicht sicher, sie schien ihr aber zumindest ähnlich zu sehen.
»Du hast eine Spielgefährtin bekommen, Herzchen, und sie wird dein Schicksal teilen.«
Er sah Klara an. »Irgendwie tut es mir fast leid, inzwischen finde ich dich eigentlich ganz süß. Aber was sein muss, muss halt sein.«
Dann wandte er sich an die andere Frau. »Was dich betrifft, liebe Kornelia, du hast vermutlich keine Ahnung, warum du hier bist und was dich erwartet. Kannst auch nicht fragen, weil dein Mund ja zugeklebt ist. Tja, lass dich überraschen!« Sollinger lachte und verließ den Raum.
Auch die anderen Männer gingen.
Klara betrachtete die Frau. Verschwommen dachte sie, dass sie ihr leidtat, weil sie jetzt genau so in der Klemme saß. Plötzlich hatte die Frau sich von den Fesseln und der Knebel befreit.
Sie ging zu Klara. »Klara, ich bin eine Freundin deines Vaters, wir werden dich rausholen. Es wird alles gut.«
Klara wollte sich aus ihrer Lethargie losreißen und sie warnen, weil einer der Männer den Raum betreten hatte. Doch da sauste schon ein schwerer Gegenstand auf die Frau herab. Sie sank regungslos auf den Boden.
Sollinger fuhr seine Männer an: »Ihr Idioten, seid ihr zu blöd, das Miststück ordentlich zu fesseln?« Etwas ruhiger wies er an: »Gut was soll´s. Wir machen noch ein Video und dann ist hier Schluss.«
Sie stellten die Kamera wieder auf.
»So meine Kleine, mach ein freundliches Gesicht, das wird das letzte sein, was Papa von dir lebend sehen wird.«
An einen der Männer gerichtet sagte er: »Aufnahme!«
»Herr Fleischer, diesmal muss ich selbst mit ihnen reden, denn anscheinend waren die Worte ihrer Tochter nicht eindringlich genug. Wie sie an ihrer
Tochter sehen können, ist sie immer noch frisch und munter. Ich habe mein Wort ja gehalten, deshalb lebt sie noch. Ich mag ihre Tochter, wirklich. Ich möchte ihr nicht weh tun und sie auch nicht töten, aber wenn ich nicht binnen einer halben Stunde das Geld auf dem Konto habe, dann bleibt mir nichts anderes übrig.«
Klara hatte den Kopf nach vorne gebeugt.
Während er sprach, nahm er Klaras Haare in die Hand und zog ihren Kopf leicht nach hinten, damit ihr Gesicht besser zu sehen wäre.
»Und Cut!«, rief er lachend.
»Ob jetzt das Geld wohl kommt, liebe Klara?«, fragte er sie. Sie zuckte mit den Schultern.
»Du hast Recht. Es ist egal. Wir machen jetzt eine Wanderung.«
Er band sie vom Stuhl los und beließ die Fesseln so, dass sie gehen konnte, aber die Hände hinter dem Rücken gebunden blieben. Er ergriff sie an ihren Händen und ging mit ihr los. Zwei Männer folgten.
Sie gingen etwa fünfzehn Minuten. Klara war schwindlig. Sie litt schrecklich an Durst und hatte keine Kraft mehr. Ihr ganzer Körper tat weh.
Nun sah sie das Ziel und alles wurde ihr klar.
Die Lethargie wich und Todesangst erfasste sie. Sie wollte sich umdrehen, aber Sollinger ließ sie nicht, sondern schob sie weiter.
»Prinzessin, du wirst doch nicht kurz vor deinem großen Auftritt Lampenfieber bekommen«, sagte Sollinger grinsend zu ihr.
»Bitte nicht so«, wollte sie schreien, aber durch das Klebeband kamen nur unverständliche Laute. Die Tränen flossen ihr über das Gesicht.

 

 

Das wars, ich hoffe, dass ich euch Lust gemacht habe auf mehr...

Und wie gesagt, lasst euch nicht beeirren von den Thriller-Elementen, die sind ein Teil davon, aber es ist eine SciFi-Fantasy-Geschichte, kein Psychothriller...

Zumindest nicht in erster Linie.

 

Geeignet ist die Geschichte für Erwachsene und Jugendliche ab 14 mit einer gewissen Reife...

 

 

 

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