Sprich - Von Laurie Halse Anderson

Gefühlvolles Jugenddrama mit einer Prise Humor

 

Die vierzehnjährige Melinda kommt ihr erstes Jahr auf die High-School, etwas, worauf sie sich eigentlich gefreut hat. Nun aber scheint alles, wie ein einziger Albtraum zu sein.

Ihre alten Freundinnen ignorieren sie, die neuen Mitschüler sind abweisend bis gemein.

All das seit der Party in den Ferien, als sie die Polizei gerufen, dann aber das Weite gesucht hat. Sie kann nicht darüber reden und auch sonst wird sie immer schweigsamer und kapselt sich immer mehr ab.

Sie pflegt sich immer weniger und ihre Noten werden immer schlechter, anscheinend gibt es niemanden, dem sich das Mädchen anvertrauen kann. Lediglich im Kunstunterricht findet sie eine Möglichkeit sich auszudrücken.

 

Trotzt des ernsten und dramatischen Themas ist das Buch sehr einfach zu lesen. Auch ist, obwohl es alles sehr traurig ist, immer etwas zum Schmunzeln. Es ist einfach die sehr ironische Sichtweise einer Vierzehnjährigen und wie sie den Dingen des Alltags begegnet.

Auch wenn lange nicht darauf eingegangen wird, was dem Mädchen in der Partynacht geschehen ist, kann man es sich schon bald denken.

 

Melinda ist eine sympathische Figur, und obwohl nicht auf die Tränendrüse gedrückt wird und vieles humorvoll angegangen wird, leidet man mit ihr richtig mit. Am liebsten wäre ich in den Roman hineingesprungen und hätte dem Mädchen geholfen oder die Erwachsenen gerüttelt, dass ihr endlich jemand zuhört.

Für mich auch eine Erinnerung, dass man als Erwachsener, auch wenn man selbst keine Kinder hat, etwas zu einem Klima beizutragen, in dem Kinder und Jugendliche das Gefühl haben Ernst genommen zu werden und immer ein offenes Ohr zu finden, auch wenn es meist wohl nicht so dramatische Dinge betrifft, wie in diesem Roman.

 

Unterm Strich ein Buch, das ich uneingeschränkt für alle Freunde von dramatischen Jugendromanen empfehlen kann.

 

5 von 5 Sternen

Klappentext:

 

Es ist Melindas erstes High-School-Jahr und sie hatte sich darauf gefreut. Doch jetzt ist alles wie ein böser Traum: Von ihrer Freundin wird sie geschnitten, die neuen Mitschüler reagieren abweisend. Melinda gilt als Zicke, seit sie auf jener Party die Polizei gerufen hat, aber nicht sagen wollte, warum. Sprechen kann und will sie darüber nicht. Es dauert ein Jahr, das ganze Schuljahr, bis Melinda ihre Sprache wieder findet - und mit ihr die Kraft, sich zu wehren.

 

 

 

 

 

 

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